Fritz Wickli


Gründungs- und und Ehrenmitglied


Schon als 15-jähriger im St.Galler Rheintal war Fritz ein sportbegeisterter Jugendlicher. Nach seiner Lehrzeit als Tapezierer/ Sattler arbeitete er drei Jahre in Glarus als Innendekorateur und der Bepolsterung von wertvollen Möbeln. Ab 1956 arbeitete er in Wallisellen, als er auf die Zollschule in Liestal aufmerksam wurde. Unvergesslich die Bewerbung in Liestal, als 180 Bewerber bei -20°C im Freien in Reih und Glied in normalen Zivilkleidern ausharren mussten, bis sich die Herren vom Zoll bemühten mit der Bewerbung anzufangen, zynische Sprüche nicht ausgeschlossen. Fritz hielt durch und durchlief erfolgreich die Zollschulung. Sein erster Einsatz führte ihn nach Riehen, wohnhaft im Zollhaus Lörracherstrasse 2, da wohnt er heute noch, es wurde aber kräftig umgebaut. 1957 trat der voller Bewegungsdrang und Fitnessbewusste Fritz dem TV Riehen bei um sich in allerlei sportlicher Betätigung fitt zu halten. Der sportbegeisterte Fritz konnte damals dem aufstrebenden Langlaufboom nicht widerstehen und trat 1970 der Skisektion des Turnvereins Riehen bei. Die Begeisterung der Massen war damals unglaublich und es waren stets volle Cars die von Riehen in den nahen Schwarzwald mit gesangsvoller Stimmung fuhren. Die Mundpropaganda war in aller Munde und der Mitgliederzuwachs war kaum zu bremsen. Die Skisektion des TVR entwickelte eine Eigendynamik die mit vielen guten und engagierten Leuten den Wunsch nach Eigenständigkeit immer mehr reifen liessen und 1970 den Wiedereintritt  zum SSV vollzogen.
Fritz Wickli übernahm im neuen Vorstand die Rolle des Kassiers für vier Jahre. Das damalige Skiturnen erfreute sich grosser Beliebtheit an dem ab 1976 auch Fritz als Vorturner aktiv teilnahm. Die Mundpropaganda war dermassen gross, dass sich Fremde einschlichen und der als Kassier wirtschaftlich orientierte Fritz, Appellkontrollen durchführen musste, damit nicht Mitgliederbeiträge verloren gingen. 1976/ 77 wurden auch Tanzkurse mit Dölf von Büren abgehalten. Eine Initiative für ein Gymnastikturnen für über 50-Jährige, scheiterte an den Räumlichkeiten und dem gesamten Aufwand.

1993 erfolgte die Ablösung vom TVR und die Gründung des Ski-und Sport
Club Riehen wurde Spruchreif.

Der Antrag auf Loslösung der Skisektion des TV Riehen (SSTVR) vom Stammverein wurde an der GV 1992 der Skisektion gut geheissen. Hauptinitianten des Antrages waren der damalige Präsident Alois Blättler und sein Vice René Lanz, der allerdings von Jürg Allemann abgelöst wurde. An der GV des Turnvereins Riehen im Februar 1993 erwuchs dem Löslösungsantrag keine Opposition. An der GV des neuen Vereins vom 4. Juni 1993 wurde der neue Name Ski- und Sportclub Riehen (SSCR), der aus einem Ideenwettbewerb entstanden ist und von Werni Ueckert vorgeschlagen wurde, einstimmig genehmigt.
Damit entstand auch die Möglichkeit, die Statuten zu ändern und fürderhin Ehrenmitglieder zu ernennen. Fritz Wickli war dabei einer der Ersternannten.

Fritz Wickli ist bis heute dem SSC Riehen treu geblieben und war an vielen Läufen, Skimarathons und weiteren Sportevents als Aktiver dabei, er organisierte für den SSC Riehen unzählige Ausflüge an Sportanlässe wie GP Bern, Greifenseelauf usw., Ein wohlverdientes Ehrenmitglied.
Ehre wem Ehre gebührt!    Schappoo Fritz!

Fritz ist immer noch bei guter Gesundheit und hat im Dezember 2007 seinen 25. Basler Stadtlauf absolviert, wenn alles gut läuft wird es vielleicht einen 26. geben, den er als 78jähriger in Angriff nehmen würde, der SSC Riehen wünscht dir viel Glück und drückt die Daumen! Fritz unterhält immer noch seinen schönen Garten in Riehen und freut sich über seinen Enkel, der z.Zt. sein Sportstudium absolviert, damit hat sich der sportliche Kreis wieder geschlossen.

 


Fotos aus der langen sportlichen Epoche von Fritz:


 

Greifenseelauf 1992 ca.10x gelaufen Insgesamt 25x am Skimarathon Basler Stadtlauf 1993 25x gelaufen

Die Pro Senectute-Gruppe von Fritz ( 2. v.l.)

Ein begeisterter Velofahrer, hier mit Wally Zimmerli

auf dem Weg zur Arbeit

hier bei der Arbeit

am Inzlinger Wähenlauf 1996

Fritz immer noch in den SSC Riehen Farben im Einsatz

ein Lob an seine Frau Hanni mit Blumen bis über den Hals


INTERVIEW DES SSC RIEHEN

Fritz, du bist Gründungsmitglied und Ehrenmitglied beim SSC Riehen, was bedeutet es dir?
Es bedeudet mir heute noch sehr viel, ich habe einen gewissen Stolz, das der Club heute noch existiert und einen guten Ruf geniesst.

Wie geht es dir heute?
Ich bin zufrieden, gesundheitlich mobil und nehme alles ein bisschen ruhiger. Ich habe eine intakte Familie mit Sohn und Enkel.

Wann hast du mit Sport angefangen?
Mit 10 Jahren beim reifeln, wir rannten fast jeden Tag kilometerweise mit einem Reifen auf Naturwegen.

Wann bist du nach Riehen gekommen?
Am 20.Februar 1956 habe ich die Grenzwachtrekrutenschule in Riehen begonnen.
1957 wurde ich Grenzwächter in Riehen.


Warum und wann bist du dem TV Riehen beigetreten?
1957 um die Fitness zu fördern besuchte ich das Turnen beim TV Riehen.

Wie sah deine erste Alpin Skibindung aus?
Lederriemenbindung auf Fasstauben.

Was für Sportarten machtest du?
Reifeln, Schwimmen, Joggen, Langlauf, Ski Alpin, Turnen  als Aktiver mit 16 Jahren am 1.Turnfest 1947

Was machtest du beruflich?
Gelernter Sattler/Tapezierer, ab 1957 Grenzwächter als "Schmugglerfilzer".

Ist deine Familie auch sportlich?
Der Sohn war auch Läufer und der Enkel ist Sportstudent. Das freut mich sehr!

Was hat dich beim SSC Riehen am meisten erfreut?
Gemeinsames Skifahren und Langlaufen und vor allem die Kameradschaft, weil ich viele nette Leute kennen gelernt habe.

Was hat dich am meisten enttäuscht?
Zu viele Sportarten, was eine gewisse Verzettelung provoziert.

Kämest du wieder ins Training, wenn wir reifeln einführen würden?
Das war als Büebel, das ist vorbei. Mit 60 Jahren begann ich noch mit Inlinen, aber auch das ist jetzt vorbei.

Du hast beim SSCR so vieles organisiert, was hat dich motiviert dazu?
Weil alle mitgeholfen haben und alle am gleichen Strick gezogen haben, das war eine dankbare Freizeitbeschäftigung.
Organisiert und Mitgeholfen habe ich am, Engadinerlauf, GP Bern, Greifenseelauf , Murtenlauf etc.


Was war dein sportlicher Höhepunkt?
Ganz klar alle Basler Stadtläufe.

Hast du noch andere Hobbys?
Mein Hobby ist der Garten, wenn man einen Garten gepflegt haben möchte ist das sehr anspruchsvoll und bereitet viel Arbeit.

Hast du Internet?
Nein, (Wir hatten im Vorstand noch blaue Büchlein, wo wir alles notierten)

Was ist deine Lieblingssportart?
Als Aktiver klar Joggen, am Fernsehen sehe ich gerne Alpin Skirennen.

Was wünschst du dir für die Zukunft?
Gesundheit, Gesundheit, Gesundheit!


Lieber Fritz, vielen Dank für das Interview und deine langjährige Treue zum SSC Riehen,
vielen Dank für deine grosse Mitarbeit im Vorstand, bei der Organisation unzähliger Events
und deinen "guten Geist" den viele Mitglieder durch dich erfahren durften.
Wir wünschen dir viel Glück, Gesundheit und Zufriedenheit für die Zukunft.


EPISODEN / BEMERKUNGEN

Jeden Winter fanden Langlaufkurse auf dem Belchen statt. Bei der gemeinsamen Heimfahrt im Car, wurde stets gesungen; Lukrezia, liebe Lukrezia mein.............,       mit dabei Seppli Demund

Kurt Thommen als Langlauflehrer machte uns schnell so müde, dass er selbst noch Zeit um für sich zu trainieren hatte.....

Eugen Häni wollte stets einen grossen Skiclub mit vielen Mitgliedern......

Tanzkurse mit Dölf von Büren im Lüschersaal.......

1976 1.Gymnastikturnen in der kleinen Turnhalle Erlenstrasse mit Vreni Rotach und ihrer Zwillingsschwester Beatrice.......

Sitzung mit über 50 jährigen, um ein Altersturnen einzuführen, es gelang aber nicht......

Am Sonntag machten wir oft Gymnastik bei der Finnenbahn, wir hatten aber Gewissensbisse ob man das am Sonntag machen dürfte wegen der Kirche.